Auswirkung von zukünftigen Preissenkungen bei AWS Reserved Instanzen

Ein Kunde fragte uns gerade, was eigentlich im Falle einer Preisenkung von AWS mit den bereits gebuchten AWS Reserved Instanzen passiert…

Im On-Demand Modell
kostet eine r3.large Linux Instanz in der Region EU-West1 stand heute: 0,195 USD / Stunde.
Bei einem monatlichen 24×7 Betrieb (entspricht ca. 744 h) bedeutet das: 744 h x 0,195 USD = 145,08 USD / Monat.

Im Reserved Instanz-Modell
(Heavy Utilization-Plan) für 1 Jahr kostet eine r3.large Linux Instanz in der Region EU-West1 eine einmalige Vorauszahlung von 698,00 USD und dann einen reduzierten Stundenpreis von 0,043 USD / Stunde.
Somit kostet diese Instanz (mit rechnerisch umgelegter Vorauszahlung) im Monat: (698 USD + (744 h x 0,043 USD * 12)) / 12 = 90,158 USD

Man spart also in diesem Beispiel ca. 38 Prozent, wenn man das Reserved Instanz Modell wählt.

Was passiert bei einer Preissenkung?

Was passiert nun bei einer Preissenkung von Amazon Web Services, die es ja in der Vergangenheit sehr oft gab:

  • Im On-Demand Modell nimmt man daran unmittelbar teil.
  • Im bereits gebuchten Reserved Instanz Modell nimmt man daran leider nicht teil,  denn es gilt weiterhin der bei Kauf der Reserved Instance definierte reduzierte Stundenpreis.

Dennoch lohnen sich Reservered Instanzen rechnerisch auf jeden Fall!

neuer AWS EC2 Windows Paravirtual Driver von Citrix

Citrix logoDas ist echt an mir vorbeigegangen … seit März 2013 gibt es einen neuen Windows Paravirtual Driver für die AWS EC2 Windows Instanzen (nun von Citrix und nicht mehr von Red Hat) … dieser wurde auch just am 9. April 2014 auf die Version 6.0.2.57617 aktualisiert.

Dieser neue Paravirtual Driver hat eine bessere Performance beim Zugriff auf die zugrunde liegende Hardware und man kann nun unter Windows auch bis zu 25 EBS Laufwerke zuweisen (vorher nur 16). Zudem kann man bei den Netzwerkkarten-Einstellungen “additional Checksum and Packet Offloading abilities” vornehmen.

Vorsicht ist allerdings bei der Kommunikation mit dem SQLServer geboten:

“By default, TCP offloading is enabled for the Citrix PV drivers in Windows AMIs. If you encounter transport-level errors or packet transmission errors (as visible on the Windows Performance Monitor)—for example, when you’re running certain SQL workloads—you may need to disable this feature.”

Bei allen neuen Windows Images ist dieser Treiber selbstverständlich schon eingespielt, allerdings muss man bei alten Images das nachträglich selbst patchen.

Infos und Downloadlink ist hier: http://aws.amazon.com/developertools/2187524384750206

SSH Usernames bei AWS EC2 Linux Instanzen

Die Amazon AWS Linux Images haben jenach Linux Distribution unterschiedliche SSH Usernamen … hier eine aktuelle Liste:

OS/Distro Official AMI
ssh Username
Legacy / Community / Other AMI
ssh Usernames
Amazon Linux ec2-user
Ubuntu ubuntu root
Debian admin root
RHEL 6.4 and later ec2-user
RHEL 6.3 and earlier root
Fedora ec2-user root
Centos root
SUSE root
BitNami bitnami
TurnKey root
NanoStack ubuntu
FreeBSD ec2-user
OmniOS root

Siehe auch:  http://alestic.com/2014/01/ec2-ssh-username?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+alestic+%28Alestic.com+-+Ubuntu+on+EC2%29

EC2 Netzwerkbandbreite erhöhen mit “EBS Optimized Instance” Option

Eine z.B. EC2 m1.large Instanz hat eine i/o Performance von “moderate”.  Genaue Aussagen, was das bedeutet, macht Amazon AWS nicht, das hier sollte aber ungefähr hinkommen:

  • High: Theoretical: 1Gbps = 125MB/s; Realistic (source): 750Mbps = 95MB/s
  • Moderate: Theoretical: 250Mbps; Realistic (source, p57): 80Mbps = 10MB/s
  • Low: Theoretical: 100Mbps; Realistic (from my own tests): 10-15Mbps = 1-2MB/s

Diese Bandbreite wird nun auch noch mit Zugriffen auf EBS-Volumes geteilt.

Heute habe ich gelernt, dass man für kleines Geld die Bandbreite erhöhen kann, in dem man z.B. die m1.large-Instanz auf EBS-Optimized umschaltet. Dies kostet bei der m1.large Instanz einen Aufpreis von $0.025 pro Stunden.

EBS-optimierte Instancen liefern einen dedizierten Durchsatz zwischen Amazon EC2 und Amazon EBS mit Optionen zwischen 500 MBit/s und 1000 MBit/s je nach verwendetem Instance-Typ.  Diese funktioniert auch mit Standard EBS-Volumes! Dadurch wird dann das normale “moderate” Interface entsprechend entlastet.