EBS General Purpose vs. EBS Provisoned IOPS vs. EBS Magnetic

Seit Juni 2014 gibt die neuen EBS General Purpose Drives, die komplett SSD basiert sind. Hier kurz ein Vergleich über die unterschiedlichen EBS Drive Arten:

 

EBS General Purpose (SSD):

  • Preis: in EU: 0,11 USD pro GB / Monat
  • Performance: 3 IOPS pro GB, 30 Minuten Burst bis zu 3000 IOPS, wenn genügend Credits für vorher ungenutzte IOPS vorhanden sind

EBS Provisioned IOPS (SSD):

  • Preis in EU: 0,132 USD pro GB / Monat + 0,072 USD pro IOP pro Monat
  • Performance: exakt die provisionierten IOPS

EBS Magnetic (nur zum Kosten / Performance Vergleich hier aufgeführt)

  • Preis in EU: 0,055 USD pro GB / Monat + 0,055 USD pro 1 Million I/O Anforderungen
  • Performance: 100 IOPS plus kurzfristiger Burst

 

Wenn man nun den Einsatz von EBS Drives für ein Projekt kalkuliert, kann es zu folgender Situation kommen:

Man braucht ein EBS Drive mit 333 GB Grösse und 1000 IOPS … was tun?

Variante 1:

  • EBS Generell mit 333 GB = 3 IOPS pro GB x 333 GB = 999 IOPS mit Burst Möglichkeit für 30 min. auf 3000 IOPS kostet = 333 x 0,11 USD = 36,63 USD pro Monat

Variante 2:

  • EBS Prov IOPS auf 1.000 IOPS mit 333 GB = 1.000 IOPS x 0,072 USD + 333 x 0,138 USD = 117,954 USD pro Monat

 

Was spricht nun für Variante 1 oder Variante 2 ?

Für viele Anwendungsfälle ist „GP2“ (General Purpose SSD) die bessere und günstigere Wahl. Das Bursting ist nur kurzzeitig möglich, also ist Variante a) zwar schneller, aber eben nur vorübergehend; wenn der Workload dazu passt dann ist das auf alle Fälle die bessere Variante.

Warum möchte man manchmal trotzdem PIOPS einsetzen?

  • PIOPS („io1″) ist so gebaut, dass die Volumes die angeforderte Performance in 99,9% der Zeit auch erreichen (“ Provisioned IOPS (SSD) volumes can achieve single-digit millisecond latencies and are designed to deliver the provisioned performance 99.9% of the time“), während es bei GP2 keine solche Garantie gibt. Wenn es wirklich darauf ankommt, z.B. bei produktiven Datenbanken unter hoher Last, dann ist PIOPS (auch trotz höherer Kosten) die bessere Wahl.
  • PIOPS liefert mehr IOPS (4000 gegenüber 3000 max. bei gp2) und kann –da man 30 IOPS/GB anfordern kann– auch schnelle kleine Laufwerke liefern, während man bei gp2 hohe IOPS-Zahlen v.a. über die Größe erreicht (und ansonsten nur im Bursting)

Generell würde ich für den „Normalfall“ immer auf gp2 setzen und bei Datenbank-Workloads oder vielen kleinen Files, wo es mir auf Konsistenz im IO ankommt, über io1 nachdenken.

Die „magnetic“ Option wird in Zukunft vermutlich rein als Kostensparmaßnahme eingesetzt werden oder für ‚kalte‘ Daten.

 

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