Amazon AWS Route53 mit Latency based Routing und DNS Failover

Für einen Kunden haben wir weltweit verteilte Content-Video Server aufgesetzt. Dabei sollen dessen User den Content aus der nächstgelegenen AWS Region bekommen. Dies kann man super mit Route53 und Latency based Routing umsetzen. Dabei ist der Root-Content-Server in der EU-Region (irland.*.com) beheimatet und ist redundant ausgelegt (ELB mit 2 EC2-Instanzen in unterschiedlichen Availability-Zonen). Die Server in Tokyo und Virginia sind nicht redundant ausgelegt, allerdings nutzen wir hier das neue DNS-Failover System von Route53. Wenn der Healtcheck (alle 60 Sekunden) fehlschlägt, so werden Tokyo bzw. Virginia nach Irland auf DNS Ebene umgelenkt.

Über content.*.com wird dann einheitlich der Content abgerufen und ihm Rahmen von Latency based Routing automatisch die nächste AWS Region dem Enduser zugeordnet.

Route53-1

Healthcheck für die AWS Regionen mit Single-Servern:

Route53-2

Und warum nutzen wir nicht CloudFront … den ContentDelivery Service von Amazon AWS, um den Content in den Regionen über Edges lokal zur Verfügung zu stellen? Haben wir bereits ausprobiert und gemacht. Das Problem ist, das die Enduser wahllos auf den 2,4 TB Video Content zugreifen und somit das Caching nicht immer greift, was sich in sehr hohen Cache Misses niederschlägt. Und dann müssen die Enduser warten, bis der Content erst wieder aus der EU nach z.B. Tokyo geliefert wird (hohe Latenzzeiten)… aus diesem Grunde haben wir entschieden, den kompletten Content direkt in die Region der Enduser zu bringen.

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