Amazon Glacier: Archiv Speicher für einen Penny pro GB pro Monat

Mit einem kleinen Paukenschlag hat Amazon AWS einen komplett neuen Service bereitgestellt: Amazon Glacier ist ein sehr kostengünstiger Archiv-Speicher in der Cloud. Hier die zusammengefassten Leistungsmerkmale:

  • Pro Gigabyte gespeicherter Daten verlangt Amazon je nach AWS-Region zwischen 1 und 1,2 US-Cent im Monat
  • Die Daten werden wie bei S3 multiredundant gespeichert, Amazon spricht von einer Verfügbarkeit von 99.999999999%
  • Innerhalb von Glacier sind die Daten mit 256-AES verschlüsselt, wobei Amazon die Schlüssel selbst verwaltet
  • Der Upload von Daten erfolgt über ein eigenes API bzw. über Tools von Drittherstellen wie z.B. http://fastglacier.com/, wie bei Amazon AWS üblich, ist der Traffic für eingehende Daten kostenlos
  • Der Abruf der Daten ist allerdings nicht wie bei S3 sofort möglich, sondern es muss ein Request für den Download erfolgen, innerhalb von 3-4 Stunden wird dann ein Download-Link zu den Daten bereitgestellt. Der Download kostet, sofern er ein definiertes Limit überschreitet extra Geld. Somit reduziert sich das Einsatzszenario von Glacier auf Daten, die langfristig dauerhaft archiviert werden müssen und nur gelegentlich abgerufen werden müssen.

Es existieren bereits einige Tools, die wie hier aufgelistet haben:

Kostenstellen Unterstützung für Amazon AWS Ressourcen

Endlich … ab sofort bietet Amazon AWS über Tagging von Amazon AWS Ressourcen Kostenstellen-Support an … zur zeit werden diese Ressource-Arten unterstützt:

  • S3 buckets
  • EC2 Instances
  • EBS Volumes
  • Reserved Instances
  • Spot Instance Requests
  • VPN Connections
  • Amazon RDS DB Instances
  • AWS CloudFormation Stacks

Für diese Ressource-Arten kann man über Tagging beliebige Tags vergeben, also Kostenstelle, Projekt, etc. … es ist dabei somit notwendig, ein eigenes sinnvolles Konzept für das Tagging zu haben. Anschließend muss in den Stammdaten des Amazon AWS Accounts noch der Cost Allocation Report mit den entsprechenden Tags aktiviert werden.

Detaillierte Infos findet man dazu hier:

Amazon EC2 Reserved Instances

Jeder Amazon AWS Kunde sollte sich wirklich überlegen, Amazon EC2 Reserved Instances einzusetzen, da sich die EC2 Kosten dadurch dramatisch reduzieren lassen.

Reserved Instances sind nichts anderes als Rabattpläne, bei denen man sich auf eine bestimmte Instanzart, eine Laufzeit und eine Auslastungsart festlegt. Dieser Rabattplan beeinflußt dann nur die Abrechnung von Amazon, der Rabattplan ist nicht gebunden an eine bestimmte Instanz, sondern nur an die Instanzart.

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Amazon RDS – automatische Backups vs. DB-Snapshots

Amazon RDS bietet zwei verschiedene Methoden zum Backup und zur Wiederherstellung von DB Instanzen: automatische Backups und Datenbank-Snapshots (DB Snapshots).

Die Amazon RDS-Funktion für automatisierte Backups gestattet Wiederherstellungen einer DB Instance zu einem beliebigen Zeitpunkt. Wenn automatisierte Backups für Ihre DB Instance aktiviert sind, führt Amazon RDS täglich automatisch einen vollständigen Snapshot Ihrer Daten aus (im Rahmen Ihres festgelegten Backup-Fensters) und generiert Transaktionsprotokolle (zu den Updates Ihrer DB Instance). Wenn Sie eine Wiederherstellung für einen bestimmten Zeitpunkt initiieren, werden die Transaktionsprotokolle für das passendste Backup angewandt, um Ihre DB Instance zu dem gewünschten Zeitpunkt wiederherzustellen.

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neue High-Speed Amazon AWS EBS Volumes

Amazon AWS EBS-Volumes sind seit Jahren die Grundlage für persistente Laufwerke bei EC2 Instanzen. Performance bei EBS-Volumes oder vergleichbaren Storage-Devices misst man in IOPS (Input/Output Operations Per Second).

Amazon EBS-Volumes schaffen im Durchschnitt ungefähr 100 IOPS. Normale PC Festplatten mit 7.200 RPM schaffen ungefähr 75 – 100 IOPS, PC Festplatten mit 15.000 RPM liegen ungefähr bei 175 bis 210 IOS. Somit sind EBS-Volumes gut geeignet für Boot-Volumes und Anwendungen mit einem moderaten I/O Bedarf. Die Performance von EBS-Volumes kann man durch Striping (RAID 0) erhöhen (so wird das übrigens unter der Haube bei Amazon RDS gemacht, den Amazon RDS sind im Prinzip gemanagte EC2 Instanzen mit einer SQL-Datenbank und Verwendung von gestripeten EBS-Volumes …)

Ab sofort stellt Amazon AWS zusätzlich “Provisioned IOPS for EBS Volumes” zur Verfügung. Dies sind spezielle EBS-Volumes, bei denen man die IOPS-Anzahl die man benötigt, entsprechend definiert. Im Augenblick werden bis zu 1.000 IOPS (für 16K Blöcke) angeboten. Wenn diese neuen EBS-Volumes dann noch zusätzlich mit RAID 0 gestriped werden, kann man mehrere tausend IOPS für ein logisches Laufwerk erzielen. Somit sind diese neuen High-Speed EBS-Volumes super geeignet für jegliche Form von Datenbanken … (die Frage, wann denn die Amazon RDS Instanzen selbst diese neuen High-Speed EBS-Volumes nutzen können bleibt noch offen … aber so wie ich inzwischen Amazon AWS kenne, wird das nicht mehr lange dauern …).

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