Amazon RDS unterstützt ab sofort auch MS SQLServer 2008 R2

Endlich … neben MySQL und Oracle wird seit dem 8. Mai 2012 nun endlich auch der Microsoft SQLServer als gemanagte Datenbank Instanz angeboten. Viele unserer Kunden nutzen doch den SQLServer und somit freuen wir uns, endlich dies auch als Amazon RDS Dienst anbieten zu können, da eine gemanagte SQLServer Datenbank im Rahmen von Amazon RDS sehr einfach betrieben werden kann und man sich um viele lästige Administrations-Aufgaben (z.B. automatische Datensicherung) nicht mehr kümmern muss.

Hier ein paar Facts:

  • Amazon RDS bietet den SQLServer in allen Regionen an.
  • Zur Zeit wird ausschliesslich SQLServer 2008 R2 angeboten, SQLServer 2012 kommt im Laufe des Jahres.
  • Zur Auswahl stehen folgende SQLServer 2008 R2 Editionen: Express, Web Edition, Standard Edition und Enterprise Edition.
  • Die Option Multi-AZ (automatisch Replikation der Datenbank in andere Availability Zonen innerhalb der Region) steht leider noch nicht zur Verfügung, soll aber später kommen.
  • Bei der SQLServer Standard und Enterprise Edition können die SQLServer Instanzen auch mit eigenen SQLServer Lizenzen betrieben werden (dann wählt man „bring your own license“) und spart ein wenig bei den Instanz Preisen.
Wichtig: Wenn man eine RDS-Instanz erstellt, dann muss man auch die Größe des „allocated Storage“ angeben, also wieviel Speicherplatz meiner SQLServer-Instanz später zur Verfügung steht. Innerhalb dieser SQLServer-Instanz kann man übrigens mehrere SQLServer-Datenbanken anlegen … der allocated Storage wird auf mehreren über RAID 0 (gestripten) verbundenen EBS Volumes gespeichert. Dieses hat Amazon AWS aus Performancegründen gemacht. Allerdings ist Windows nicht in der Lage, nachträglich die Größe eines RAID 0 Volumes zu verändern … ;-(( … aus diesem Grunde sollte man die Definition des „allocated Storages“ groß genug wählen. Ist der nämlich voll, dann kann man nur die Datenbank als SQL-Skript exportieren und eine neue RDS-Instanz anlegen und die Daten wieder importieren.

Supported SQLServer 2008 R2 Features bei Amazon RDS

  • Core database engine features
  • SQL Server development tools:
  • Visual Studio integration
  • IntelliSense
  • SQL Server management tools:
  • SQL Server Management Studio (SMS)
  • sqlcmd
  • SQL Server Profiler (client side traces; workaround available for server side)
  • SQL Server Migration Assistant (SSMA)
  • Safe CLR
  • Full-text search
  • Spatial and location features

SQLServer 2008 R2 Reatures, die von Amazon RDS nicht unterstützt werden:

  • SQL Server Agent
  • Maintenance Plans
  • Database Tuning Advisor
  • Database Mail
  • SSL
  • Transparent Data Encryption
  • Windows Authentication
  • Replication
  • The ability to run Reporting, Analysis, Integration, or Master Data Services on the same server as the DB Instance
  • Performance Data Collector
  • Additional T-SQL endpoints
  • Distribution Transaction Coordinator (MSDTC)
  • Distributed Queries
  • WCF Data Services
  • FILESTREAM support
  • Policy-Based Management
  • SQL Server Audit
Übersicht über die verfügbaren RDS-Instanzen:

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